30. Januar 2007

Unternehmen mit Europa-Domain zufrieden

  • Erste Umfrage zur Europa-Domain unter 2.600 klein- und mittelständischen Firmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien

  • Französische .eu-Nutzer am zufriedensten

  • Wer keine Europa-Domain hat, bleibt oft trotz Exportplänen skeptisch

Die vor einem Jahr gestartete neue Top Level Domain .eu ist bei kleinen und mittelständischen Unternehmen gut angenommen worden. Die aktuelle Umfrage des größten europäischen Webhosters und Domain-Registrars 1&1 Internet AG unter mehr als 2.600 Firmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ergab, dass auch kleine Unternehmen eine .eu-Adresse für ihren Internet-Auftritt als nützlich erachten.

Entsprechend empfehlen drei Viertel aller deutschen Unternehmen, die bereits über einen .eu-Internet-Auftritt verfügen, auch anderen Firmen die neue Europa-Domain. Unternehmen, die bisher sich bisher keine .eu-Adresse gesichert haben, bleiben hingegen skeptisch und planen auch in Zukunft nicht eine eu. Website einzurichten. An der Umfrage im Dezember 2006 beteiligten sich 270 Firmen, die bereits eine .eu-Adresse nutzen. Außerdem wurden 2.400 Unternehmen ohne .eu-Auftritt nach Ihrer Meinung und ihrem Wissen zur neuen Europa-Adresse befragt.

Am zufriedensten zeigten sich dabei französische .eu-Nutzer: Über 75 Prozent der befragten Unternehmen in Frankreich beurteilen Ihre .eu-Domain als nützlich, fast ebenso viele verbinden sogar einen Image-Gewinn mit der neuen Adresse. Gleichzeitig wissen französische Unternehmen am besten, was sich hinter einer gewerblichen .eu-Adresse verbirgt: Unternehmen, die einen Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat haben.

In Deutschland besteht hier offenbar noch Nachholbedarf für die Registrierungsstelle EURID: Lediglich 38 Prozent der deutschen Unternehmen ohne .eu-Adresse gaben hier die richtige Antwort, in Großbritannien waren es immerhin fast die Hälfte. „Dabei können auch kleine Unternehmen mit einer .eu-Domain zu geringen Kosten Aufmerksamkeit über die eigenen Landesgrenzen hinweg erzielen”, sagt Andreas Gauger, Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG.”Dass die Europa-Domain gerade in Frankreich eine so überragende Zustimmung findet, mag aber auch daran liegen, dass bis vor einem Jahr eine Internetadresse mit der heimischen Endung .FR nur mit Auflagen zu bekommen war.”

Firmen, die bisher noch nicht auf den .eu-Zug aufgesprungen sind, bleiben hingegen weiter zurückhaltend. In Deutschland und Großbritannien planen rund 80 Prozent auch für die Zukunft keinen .eu-Auftritt, in Frankreich 73 Prozent. „Das hat uns dann doch überrascht”, erklärt Andreas Gauger. „Immerhin wollen 30 Prozent der Unternehmen in Frankreich und Großbritannien und 23 Prozent der deutschen Firmen im nächsten Jahr auch im europäischen Ausland Geschäfte machen.” Seit dem Start von .eu im Dezember 2005 hat 1&1 über 220.000 Internetadressen mit der neuen Endung für seine Kunden registriert – rund 9 Prozent aller angemeldeten .eu-Domains.