13. März 2002

Direkter Link zum LINX

1&1 Internet AG nimmt neue europäische Ringleitung in Betrieb /// Webseiten-Aufrufe von mehr als zwei Millionen europäischer Domains noch zuverlässiger und schneller /// Redundante STM4-Leitung mit 622 MBit/sec. zum Austauschknoten LINX in London

Ein Großteil der europäischen Internet-Seiten ist ab sofort noch besser erreichbar. Die 1&1 Internet AG, in deren Rechenzentrum in Karlsruhe mehr Internet-Domains liegen als an irgendeinem anderen Ort in Europa, hat jetzt eine neue europäische Ringleitung in Betrieb genommen. Sie stellt eine direkte Verbindung zum größten europäischen Internet-Knoten her, dem London Internet Exchange, kurz LINX. Alle großen Zugangs-Provider wie British Telecom und Deutsche Telekom haben dorthin leistungsstarke Verbindungen. Viele Surfer erreichen daher künftig noch häufiger die Webseiten von mehr als einer Million Firmen und Privatpersonen direkt ohne Umwege über andere Netzbetreiber. Dies erhöht die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit. Die neue STM4-Leitung verfügt über eine gemanagte Bandbreite von bis zu 622 MBit pro Sekunde. Sie ist redundant ausgelegt: Eine zweite Verbindung führt ab Ende März 2002 von London über Amsterdam und Frankfurt nach Karlsruhe. Falls der direkte Weg doch einmal unterbrochen würde, bliebe die schnelle Anbindung von Karlsruhe nach London trotz allem bestehen.

Mit der Fertigstellung des Europa-Ringes ist das Rechenzentrum der 1&1-Gruppe jetzt an die drei größten europäischen Internet-Knoten AMS-IX in Amsterdam, DECIX in Frankfurt sowie LINX in London angebunden. An jedem dieser Orte können damit Datenströme der Einwahlprovider direkt mit 1&1 ausgetauscht werden. Bandbreitenengpässe zu den wichtigsten zentralen Knoten sind auf absehbare Zeit auszuschließen; Schwachpunkte im Netz werden vermindert. Für die 1&1 Internet AG bietet der Aufbau einer eigenen Netzinfrastruktur weitere Vorteile. Bei einem der weltweit größten Hosting-Unternehmen fällt jeden Monat eine gigantische Menge Traffic an, dessen Kosten vermindert werden. „Mit der Investition in eigene Leitungen schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe,” erläutert 1&1-Vorstandssprecher Andreas Gauger. „Wir reduzieren unsere Kosten und verbessern zugleich die Erreichbarkeit der über 2 Millionen Kundendomains, da wir mehr Ziele direkt ansteuern.” 1&1 kann so qualitativ noch bessere Webhosting-Produkte weiterhin zu günstigen Konditionen anbieten.